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WICHTIGE TIPPS ZUR AUSWAHL VON BODENSTECKDOSEN

Die erste Frage ist, ob es sich um kleine Räume und solche mit Teppichbodenbelag handelt oder um Flächen bei welchen Reinigung mit Nassreinigungsmaschinen zu erwarten ist. In diesem Fall sind IP68 wasserdichte Bodensteckdosen ein Muss. Dazu gehört, dass die Bodensteckdose mit einem Deckel wasserdicht IP68 verschlossen werden kann, dass die Gehäuse wasserdicht sind und dass die Kabeleinführungen IP68 wasserdicht sind. IP68 heißt unter Wasser dicht. Es gibt auch die Angabe "wasserdicht IP67". Das heißt spritzwasserdicht gegen starken Strahl, aber das reicht nicht. Denn es ist egal ob Wasser auf die Bodensteckdose getröpfelt, gespritzt oder gegossen wird, hinterher steht immer Wasser darauf und in allen Ritzen, und das erfordert IP68 wenn es nicht durchsickern soll. Hersteller-Angaben wie "für feuchtes Wischen geeignet" oder "für Feuchtreinigung geeignet" sollten Sie ernst nehmen. Das heißt dass die Wischlappen gut ausgewrungen sein müssen, für Großflächen also kaum die erste Wahl.

Rund oder eckig? Rund passt immer, eckig nicht immer zur Fliesenausrichtung. Runde Bohrungen lassen sich in Fliesen und Bestandsbauten leichter einbringen als eckige. Optisch wirken runde Deckel weniger "technisch" als eckige Klappen. Und je kleiner und schlichter die Deckel gestaltet sind, umso unauffälliger sind sie.

Können in der angebotenen Bodensteckdose Winkelstecker und Geradstecker verwendet werden? Wenn die Steckrichtung der Bodensteckdosen vertikal ist und die Deckel nur wenige Zentimeter über den Steckdosen liegen, können Geradstecker nicht unter die geschlossenen Deckel passen. Viele Geräte, von Eventinstallationen bis Büromaschinen, haben aber unlösbare Geradstecker.

Scharnierte Deckel wirken praktischer als abnehmbare. Aber erstens lässt sich der Kabelauslass nicht in die optimale Richtung drehen. Zweitens lassen sich die Deckel nicht einfach austauschen, zum Beispiel bei Nichtnutzung gegen solche ohne Kabelauslass, oder kinder- und entwendungssichere nur mit Werkzeug zu öffnende, oder nach Parkettnachschleifung gegen flachere. Drittens werden Bodenbeläge gelegentlich erneuert, und von nicht abnehmbaren Deckeln können aufgeklebte Fliesen schwer abgestemmt werden.

Fliesen, Parkett und Teppichböden gibt es in allen erdenklichen Dicken. Sollen die Deckel der Bodensteckdosen damit belegt werden, muss entweder auf Einfassungen verzichtet werden oder diese müssen passend für die Dicke des Belages angefertigt werden. Sind die Fliesen dicker als die Höhe angebotener Einfassungen, stehen sie oben über diese hinaus und es verbleiben breite offene Fugen über den Einfassungen und tiefere Stellen über den Kabelauslassklappen. Sind die Fliesen dünner, können Ausgleichsplatten angefertigt und darunter geklebt werden, bei größeren Projekten aber kein kleiner Kostenfaktor. Einfach dickere Mörtelschichten unter den Fliesen können wir nicht empfehlen, weil Mörtel gut auf Fliesen aber schlecht auf Metalldeckeln haftet. Dünnflüssiger 2K-Kleber wie UHU Plus Endfest 300 hält auf beiden Oberflächen, aber damit können Sie zu dünne Fliesen nicht unterfüttern. Wählen Sie dann besser ein Fabrikat bei welchem Sie die Belagdicke genau vorgeben können, dann passt alles ohne Mehrkosten.

Bei größeren Flächen ist regelmäßiges Überfahren mit Nassreinigungsmaschinen unabdingbar. Reinigungszusätze wie Detergentien machen das Wasser darin extrem kriechfähig. Sind die Gehäusekanten von Bodensteckdosen nicht einschließlich ihrer Oberseiten wasserdicht verschweißt oder nahtlos hergestellt, kriecht Reinigungswasser sofort in die Spalten, und wenn keine Dichtfolie darunter liegt auch weiter in die Betonsohle. In der Regel jeden Abend, und auf Dauer oxidiert dann die Betonbewehrung. Eine deutlich kürzere Gebäudelebensdauer ist damit vorgezeichnet. Achten Sie deshalb auf wasserdichte Gehäusekanten, erkennbar auf der Gehäuseoberseite, dort dürfen dann keine unverschweißten Blechfugen eines lediglich gekanteten Gehäuses sichtbar sein.

Ein ganz neues Thema ist jetzt auch zu berücksichtigen. Durch die im Verhältnis zu den darunter liegenden Kontinenten wärmer gewordene nördliche Polkappe entstehen weniger Winde als bisher. Wetterlagen bleiben dadurch länger an ihren jeweiligen Positionen. Lange Trocken- oder Regenperioden sind die sichtbare Folge, Florida oder Sizilien kann jederzeit auch in Deutschland sein. Verantwortete Architektur muss das berücksichtigen. Deckel von Bodensteckdosen und Bodentanks sollten deshalb in Erd- und Untergeschossen absolut hochwasserdicht IP68 verschließbar sein, IP67 reicht nicht mehr. Auch auf Leerrohrinstallationen sollte in diesen hochwassergefährdeten Geschossen entgegen unseren früheren Empfehlungen verzichtet werden. Denn ist eine einzige Bodensteckdose bei Hochwasser nicht geschlossen, könnte das Wasser durch die Leerrohre in alle anderen gelangen.

Bleibt noch die zugesicherte Tragfähigkeit der Deckel. Hubsteiger oder Auftritte schwerer Personen können 1 cm dicke Fliesen locker zerbrechen, deshalb müssen die Deckel darunter tragen. Ein Deckel aus gutem Stahl federt nach einer Durchbiegung von einem Millimeter unbeschadet zurück, aber die darauf verklebte Fliese leider nicht. Unzählige gebrochene Fliesen auf Bodensteckdosen- und Bodentankdeckeln in Bahnhöfen, Flughäfen oder Shoppingmalls geben Zeugnis hiervon. Herstellerangaben allein zu Deckelmaterial und -dicke garantieren keinerlei Auflasten, suchen Sie dann besser ein Fabrikat mit Angabe der zulässigen Radauflast - und das sollte in Großflächen schon PKW-fest sein, das heißt 500 kg Auflast. Und zwar nicht nur nach Einbetonierung, sondern auch bei Einsatz in Hohlböden.

 

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